EINE ANREGUNG AN DIÖZESANBISCHOF WILHELM EGGER
Diözesanbischof Wilhelm Egger hat am gestrigen Sonntag das Alpenregionstreffen der Schützen in Brixen mit seiner Anwesenheit beehrt und den Festgottesdienst am Domplatz zelebriert. Es ist verständlich, dass die Diözesankirche den heimatverbundenen, christlichen Werten verpflichteten Kräften des Landes erhöhte Aufmerksamkeit widmet und ihrem feierlichen Aufmarsch auch einen wichtigen geistlichen Rahmen verleiht. Es wäre besonders erfreulich, wenn der Bischof auch einer weiteren Veranstaltung die nötige Aufmerksamkeit schenken würde. Am Freitag, 26. Mai 2006, findet am Brenner eine Bürgerversammlung statt, in der zahlreiche Organisationen auf die wachsende Belastung durch den Transitverkehr aufmerksam machen. Diese überparteiliche Veranstaltung, getragen von vielen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern, die sich um die Zukunft des Lebensraumes Tirol, Südtirol und Trentino zutiefst sorgen, verdient auch die Beachtung der Diözesankirchen nördlich und südlich des Brenners. Ein kurzer Besuch von Bischof Egger am Brenner böte ihm selbst die Möglichkeit, die aus dem Transitverkehr resultierenden Belastungen unmittelbar zur Kenntnis zu nehmen. Zugleich wäre dies eine Gelegenheit, die Arbeit ungezählter Organisationen anzuerkennen, die – abseits von parteipolitischer Polemik – ihre Heimat wirklich „schützen“. Umweltorganisationen und Vereine, die sich die „Bewahrung der Schöpfung“ und einer lebenswerten Zukunft zum Ziel setzen, würden ein solches Signal der Ermutigung sehr zu schätzen wissen.
Bozen, den 22. Mai 2006
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