TAGUNG ZUM ZUG- UND STRASSENLÄRM
Die von der Landesagentur für Umwelt heute in Brixen ausgerichtete Tagung zum Zug- und Straßenlärm ist eine wichtige Positionsbestimmung. Wir hoffen aber, dass neben der notwendigen Analyse endlich auch gehandelt wird. Im Kampf gegen Lärm war das Land bisher säumig, notwendige Maßnahmen erfolgten nur schleppend und mit Verzögerung:
- Der LEROP von 1995 sieht die Erstellung eines Lärmplans vor, der aber bisher aussteht.
- Südtirols Lärmschutzgesetz stammt aus dem Jahr 1978 (LG 66/1978), die Durchführungsverordnung aus dem Jahr 1989. Entsprechend veraltet sind die Regelungen, Südtirol hat bisher weder die staatliche Richtlinie von 1995 noch die europäische Richtlinie rezipiert.
- Obwohl sich das zuständige Amt für Luft und Lärm nach Kräften einsetzt, wird ein Lärmschutzprogramm an den großen Durchzugsstraßen, vor allem an den Bahnlinien nur sehr zögernd umgesetzt.
Zug und Straßenlärm ist nur ein Ausschnitt aus der in den letzten Jahren sprunghaft und dramatisch angewachsenen Lärmproblematik. Tausende Menschen in Südtirol leiden massiv unter Lärm aus verschiedenen Quellen, leben unter gesundheitlichen Risiken und müssen mit Dauerschäden rechnen.
Der Analyse der Situation müssen endlich zielgerichtete Aktionen folgen, das lang erwartete Gesetz und ein landesweites Aktionsprogramm sind überfällig.
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