RECHT FÜR RENZLER UND DIE MILCHBAUERN VON SENNI-MILA.
Recht für Renzler und die Milchbauern von Senni-Mila.
In seltener Klarheit hat die Rechtsanwältin Renate Holzeisen in einem heute veröffentlichten Interview für die „Pustertaler Zeitung“ grundsätzliche Aussagen zur Causa Milkon-Gastrofresh zusammengefasst:
• Josef Renzler ist laut jüngstem Gerichtsurteil rechtmäßiger Senni-Obmann und beruft daher mit voller Rechtswirkung am 14. Mai 2007 die Bauern seiner Genossenschaft zur Vollversammlung nach Bruneck ein.
• Die Gründung der Gastrofresh 1999 diente nur in geringstem Ausmaß den Bauern der Basisgenossenschaften SENNI und MILA, sondern vorab den Interessen des Catering-Unternehmens und seines Betreibers Andreas Huber. Die Gewinne der Gastrofresh, woran die Bauern zur Hälfte beteiligt sein sollten, fließen den Genossenschafts-Mitgliedern in geradezu lächerlichem Ausmaß zu. Dagegen hat der frühere Milkon-Geschäftsführer Huber den Kundenstock der Genossenschaften gratis und franko der ihm zu 50% gehörigen Gastrofresh zugeschoben. Anders als Herr Huber in einem heute erschienen Interview im Wochenmagazin FF versichert, erleiden die Milchbauern von SENNI und MILA dadurch Jahr um Jahr einen chronischen Aderlass an entgangenen Erlösen.
• Die Aufsichtsorgane der Genossenschaften und die Regierungspolitik haben in dieser Angelegenheit kläglich versagt: Sowohl der Raiffeisenverband wie auch die seit 2004 eingesetzte Genossenschaftsaufsicht des Landes haben mit Ausnahme einzelner Mitglieder einen eklatanten Angriff auf den Genossenschaftsgedanken und die Schädigung der Bauern sehenden Auges hingenommen. Auch das Schweigen und die Beschwichtigungsversuche von Landesrat Berger und des Landeshauptmanns („Keine Streitereien“) können nicht verdecken, dass das Genossenschaftswesen durch das Kalkül einzelner Profiteure und die aktive Mitwisserschaft der Aufsichtsorgane massiv geschädigt wurde.
Mit der verdienten Rehabilitierung von Obmann Josef Renzler und breiter bäuerlicher Unterstützung seines Kurses besteht eine kleine Chance, die von den Milchbauern erlittenen Schäden zumindest in Teilen wieder einzubringen.
Bozen, den 3. Mai 2007 |