WASSERKNAPPHEIT – ANFRAGE IM LANDTAG.
Die Aussage des Amtsdirektors für Gewässernutzung, dass bis zu 50 % des Trinkwassers auf dem Weg in die Haushalte wegen schadhafter Leitungen verloren geht, ist ein erschreckender Beweis dafür, dass die öffentliche Hand den Wert der lebenswichtigsten Ressource Wasser noch immer nicht erkannt hat. Die derzeitigen Aufrufe zum Wassersparen an die Bevölkerung – z.B. beim Zähneputzen – mögen richtig sein, stehen aber in keinem Verhältnis zum Einsparpotential, das säumige Gemeinden mit der Erneuerung ihrer Wasserleitungen erwirken könnten. Die Niederschlagsmengen sind in Südtirol bereits seit Jahren rückläufig und stehen im krassen Gegensatz zum zunehmenden Wasserbedarf (Stromgewinnung, Landwirtschaft, Kunstschnee, Wellness, etc.). Es ist deshalb höchste Zeit, dass auch die öffentliche Verwaltung der sinnlosen Verschwendung von Trinkwasser durch die Erneuerung von veralteten, undichten Wasserleitungen ein Ende bereitet.
Fragen:
• Gedenkt die Landesregierung das Problem der Trinkwasserverluste durch schadhafte Wasserleitungen landesweit zu erheben und mit den betreffenden Gemeinden gemeinsam eine schnelle Lösung zu erarbeiten und umzusetzen? • Ist die Landesregierung bereit, im Bedarfsfalle finanzielle Mittel zur Behebung größerer Leitungsschäden zur Verfügung zu stellen?
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