PROVISORISCHER ABTRANSPORT DES MARMORS AUS DEM „GÖFLANER BRUCH“ MITTELS LKW
Anbei Landtagsanfrage der Grünen zum provisorischen Abtransport des Marmors aus dem Göflaner Bruch mittels LKW. Obwohl die Anfrage bereits Anfang Juli eingereicht wurde, steht bis heute eine Antwort der Landesregierung noch aus.
So müssen die Anrainer weiterhin die unerträgliche Staubbelastung in Kauf nehmen. Anbei Fotos des Forstweges, über den jetzt täglich Lastwagen donnern. Grüne fordern Kontrollen, ob die Auflagen für das Provisorium "Marmor-Abtransport auf der Straße" - wie Anzahl der Fahrten, Geschwindigkeitsbegrenzung, Luftbelastung, etc. - eingehalten werden und drängen auf eine baldige Endlösung der Transportfrage durch Nutzung einer modernisierten Schrägbahn für alle drei am Marmor-Bruch beteiligten Firmen.
An den Präsidenten des Südtiroler Landtags
Anfrage zur schriftlichen Beantwortung
Die Tiroler Marmorwerke GmbH haben vom Landeshauptmann und dem Präsidenten des Nationalparks Stilfserjoch mit dem Einverständnis der Gemeinde Schlanders unter strengen Auflagen eine Ermächtigung zum provisorischen Abtransport des Marmors aus dem „Göflaner Bruch“ mittels LKW auf den bestehenden Wald- und Forstwegen in der K.G. Nördersberg erhalten. Diese Genehmigung hat eine Gültigkeit von drei Jahren ab Frühjahr 2005. Nach diesem Termin soll eine gemeinsame Transportstruktur für alle drei Marmorbruch-Betreiber zur Verfügung stehen, wobei sowohl die Erneuerung der bestehenden Schrägbahn als auch der Bau einer Seilbahn auf Laaser Gemeindegebiet zur Diskussion stehen. Die Verarbeitung des Marmors sollte auf alle Fälle traditionsgemäß dem Ort Laas erhalten bleiben.
Inzwischen hat der Straßen-Abtransport des Göflaner Bruchs im wahrsten Sinne des Wortes viel Staub aufgewirbelt. Obwohl nur vier LKW-Fahrten pro Tag zugelassen und durchgeführt werden, nimmt die Staubentwicklung unerträgliche Ausmaße an und hat zu Beschwerden bei der Anrainerschaft geführt.
In diesem Zusammenhang ersuchen die Unterfertigten um schriftliche Beantwortung folgender Fragen: 1. Wird die Einhaltung der Auflagen zum Abtransport des Marmors auf den Forst- und Waldwegen von den Behörden der Landesverwaltung laut „Verhaltensvorschriften“ regelmäßig kontrolliert? 2. Wie gedenkt man das Problem „extrem hohe Staubbelastung“ abzuwenden?
3. Wäre es nicht wichtig, vor Ort mittels der mobilen Luftmessstation des Landes die Luftbelastung zu messen und in der Folge gezielte Maßnahmen anzuordnen, damit die 15 km-Fahrten der Marmor-LKWs weniger umweltbelastenden Staub produzieren? 4. Wann könnte die mobile Messstation frühestens zu diesem Zweck eingesetzt werden?
5. Werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen von höchstens 30 km/h (laut LG 10/1990) kontrolliert und eingehalten?
6. Wie weit sind die Verhandlungen für die bestehenden Schrägbahn als gemeinsam nutzbare Transportstruktur inzwischen gediehen? Welche konkreten Lösungen gibt es?
7. Ist sichergestellt, dass der Strassen-Abtransport für den Göflaner Bruch nur eine dreijährige Notlösung ist, die nicht zur Dauerlösung ausarten wird?
Bozen, den 11. Juli 2006
Cristina Kury Hans Heiss Riccardo Dello Sbarba |