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WLAN (WIRELESS LOCAL AREA NETWORK) - DRAHTLOSE INTERNET-NETZWERKE

Beschlussantrag

WLAN (Wireless Local Area Network) - drahtlose Internet-Netzwerke
bewirken eine weitere Erhöhung des allgemeinen elektromagnetischen Strahlungspegels und sollen als gesundheitliche Vorsichtsmaßnahme aus dem Schulbereich verbannt werden.

Der direkte Zugang ins Internet ohne lästige Verkabelung vermittelt grenzenlose Freiheit und gewinnt zunehmend an Verbreitung.  Allerdings ist der Preis eine nicht zu unterschätzende Erhöhung des allgemeinen elektromagnetischen Strahlungspegels. Das gesundheitliche Risikopotenzial von drahtlosen Netzwerken ist unumstritten, auch wenn die öffentliche Wissenschaftsmeinung dazu noch keine eindeutige Stellung bezieht. Die in der Praxis gewonnene Evidenz weist jedenfalls auf nichtthermische (biologische) Auswirkungen der Mobilfunk-Strahlung hin und Ärzte warnen vor einem erhöhten Tumorrisiko bis hin zur Schädigung von Erbsubstanz auch bei Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte. Besonders Kinder haben eine hohe Empfindlichkeit für Strahlenbelastung.

Das kabellose Computernetz hat auch in Südtirols Schulen und an der Universität Eingang gefun-den und wird vom Land gefördert. Bereits vor zwei Jahren hat die Südtiroler Verbraucherzentrale die drei Schulamtsleiter auf die Risiken der Strahlung von Funk-LAN (WLAN)  hingewiesen und aufgefordert, in den Schulen die herkömmlichen, verkabelten Netzwerke beizubehalten.

Auch in Bayern haben Abgeordnete aller Fraktionen vor kurzem – nach einer Anhörung des Bundesamts für Strahlenschutz - gefordert, dass  im Schulbereich auf die drahtlosen Internet-Netzwerke gänzlich verzichtet wird. Mögliche Schäden in einer frühen Lebensphase gelte es un-bedingt zu vermeiden. Deshalb müsse die Reduzierung der Strahlenbelastung in den Klassenräu-men Priorität haben.

Es darf nicht sein, dass in den Schulen und an der freien Universität die Einsparung von Kosten für Installationen und Kabelverlegungen durch WLAN-Netzwerke einen wichtigeren Stellenwert einnehmen als die heute noch nicht abschätzbare Gefährdung von Kindern und Jugendlichen.

Mit dem Verbot des Handy-Gebrauchs an Schulen hat die italienische Regierung einen wichtigen Schritt in Richtung Vorsorgemaßnahme getroffen; vermeidbare, überhöhte Strahlenbelastung  muss auch in anderen Bereichen Priorität vor der Kostenfrage haben.

All dies vorausgeschickt, fordert der Südtiroler Landtag die Landesregierung auf, dafür zu sorgen,

• dass an Südtirols Schulen und an der freien Universität Bozen als prophylaktische Maßnahme auf den Einsatz von drahtlosen Internet-Netzwerken (WLAN) gänzlich verzichtet wird;

• dass Jugendliche über die Gefahren der zunehmenden Strahlenbelastung durch eine allzu unbekümmerte Nutzung des Mobilfunks aufgeklärt werden;

• dass die Verwendung von drahtlosen Internet-Netzwerken nicht durch Landesförderung zusätzliche Verbreitung findet.

 

Bozen, den 13. April 2007

Cristina Kury
Hans Heiss
Riccardo Dello Sbarba

 


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