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AIR ALPS: LAND UND REGION MÜSSEN UNVERZÜGLICH IHRE ANTEILE ABTRETEN

Steuerzahler haben bei Air Alps bereits fast 6 Mio. Euro verloren. Die öffentlichen Körperschaften müssen innerhalb von 2009 die Beiteilungen an der Fluggesellschaft Air Alps abtreten und sollen die entlassenen Angestellten unterstützen.

Die Fluggesellschaft Air Alp, die am Donnerstag beim Landesgericht Innsbruck einen Ausgleichsantrag gestellt hat, bestätigt die Vergeudung von öffentlichen Mittel in Höhe von insgesamt 5,9 Millionen Euro, auf die die Grünen schon seit Langem hinwiesen haben.  4,4 Millionen Euro, die das Land in die Air Alps investiert habe, sowie die 1,5 Millionen Euro von der Region haben sich in Luft aufgelöst. Die Beteiligungen haben keinen Marktwert mehr, das Geld ist verloren. Das Geld der Steuerzahler wurde aus dem Fenster geworfen. Landeshauptmann Luis Durnwalder muss dafür den Bürgern Rechenschaft ablegen.
Die Air Alps hat zudem bestätigt, dass das Land bereit gewesen sei, weitere Steuer-Gelder in die Fluglinie zu stecken. Laut Air Alps habe das Land Südtirol die Zusage für eine Überbrückungsfinanzierung von drei Millionen Euro gegeben, diese aber später zurückgezogen. Dies ist auf eine Intervention der Grünen Landtagsabgeordneten zurückzuführen, die auf die bevorstehende öffentliche Finanzierung einer - in finanzielle Schieflage geratenen - privaten Gesellschaft aufmerksam gemacht und damit verhindert haben, dass weitere öffentliche Gelder verschwendet wurden. Das Land muss sich nun unverzüglich von den Air Alps-Anteilen von 20 Prozent trennen, um weitere Verluste für die Steuerzahler zu vermeiden.
Auch laut Landesgesetz Nr. 12/2007 ist das Land verpflichtet sich bis Ende 2009 von Beteiligungen an Gesellschaften zu trennen, die keine Dienste anbieten oder Güter produzieren, die in öffentlichem Interesse sind.
Sollte ein Interesse bestehen, den Flug Bozen-Rom aufrecht zu erhalten, dann muss eine öffentliche Ausschreibung stattfinden und es muss die Gesellschaft den Zuschlag erhalten, die die günstigsten Bedingungen gewähren kann.

Die Region und die Provinz haben zudem Sorge zu tragen, dass die in die Mobilität überstellten Arbeiter und Angestellten wieder eine angemessene und feste Arbeit erhalten.


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