"LENTIUS, PROFUNDIUS, SUAVIUS"
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DORNENKRONE IM ROSENMANTEL

Eine Dornenkrone mit 2009 Rosen umhüllt soll als Zentralsymbol den Festzug zur 200-Jahr-Feier der Erhebung 1809 in Innsbruck im September d. Js. begleiten. Der vom Tiroler Industriellenpräsident Thöni ausgelobte Wettbewerb hat ein eindeutiges Siegerprojekt gefunden, dem die Jury geschlossen akklamierte. Die nicht aus neutralen Fachleuten, sondern aus Politikern wie den LH Platter und Durnwalder sowie die direkt interessierten Schützenspitze Süd- und Nordtirols besetzte Jury, hat für die Quadratur des Kreises optiert und die Dornenkrone im Rosenkranz von Margit Klammer zur Siegerin gekürt.
Ein windelweicher Kompromiss, der die Schützen verständlicherweise voll zufrieden stellt: Denn die Botschaft lautet: Rosen verblühen, die Dornenkrone aber bleibt als Stachel im Fleisch Tirols und degradiert die Rosen zur schmückenden Garnitur. Kein „neues Symbol“ also wie Chefjuror Anton Christian meint, sondern eine Umwertung des alten.
Die Europaregion Nord-, Südtirol und Trentino braucht andere Symbole für das 21. Jahrhundert als einen camouflierten Ausdruck des Leids und des Opfers.
Der zentrale Alpenraum ist nicht der Gazastreifen, sondern ein zukunftsfähiger Raum mit engen Bindungen aneinander. Nicht das weit gehend vergangene Leid der Teilung, sondern die Zusammenarbeit und die Autonomie brauchen starke und vor allem neue Symbole.


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