"LENTIUS, PROFUNDIUS, SUAVIUS"
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KRISENPAKET DER SÜDTIROLER LANDESREGIERUNG

Starke Schlagseite in Richtung Wirtschaftsförderung, soziale Abfederungen bleiben dünn.

Die Südtiroler Landesregierung präsentiert unter dem Schlagwort „Krisen- und 1-Milliarden-Paket“ eine Reihe von Maßnahmen, die bereits der vom Landtag verabschiedete Haushalt enthält: So die Aus- und Weiterbildung von Arbeitskräften, die Investition in Mittelstandswohnungen, die Aufstockung des Rotationsfonds, das Bauprogramm für die Krankenhäuser, der Ankauf von Grundstücken durch die BLS und die Förderung der Berglandwirtschaft. Es handelt sich also um kein Originalpaket, sondern vielfach  um die Wiedervorlage bereits beschlossener Maßnahmen.
Der dramatische soziale Absturz von Tausenden von Beschäftigten und ihren Familien, die von Lohnausgleich und Arbeitslosigkeit in aller Härte betroffen sind, findet hingegen nur begrenzte Reaktionen: Insgesamt gut 50 Mio. € für Ausgleichsmaßnahmen, Verdienstausfall, Weiterbildung und Arbeitsvermittlung werden der Schärfe der Krise kaum gerecht. Zum Vergleich: Das  im Trentino bereits Ende März geschnürte Konjunkturpaket stellt beinahe den doppelten Betrag zur Einkommensstützung und Armutsbekämpfung bereit, nämlich 92 Mio. €. Obwohl die soziale Situation in Südtirol im Vergleich zum südlichen Nachbarn leicht besser ausfällt, wird in diesem Bereich bald schon nachzubessern sein. Der Druck der Wirtschaftsverbände hat in Südtirol ein eindeutig ein vorteilhaftes Ergebnis zugunsten der einzelnen Wirtschaftssektoren gezeitigt, während die Beschäftigten, die sozial Schwachen und ihre Vertretungen deutlich schlechter abschneiden.


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