ARBEITSGRUPPE SELBSTBESTIMMUNG
Nach jüngsten Presseberichten, wird am kommenden 17. Oktober eine Broschüre mit dem Titel „Die gestohlene Zukunft“ als Beilage zur Tagespresse viele Haushalte Südtirols erreichen. Darin wird das angebliche Desaster, das Südtirol in Italien bevorstünde, in den düstersten Farben geschildert. Die positiven Folgen der Autonomie werden herabgesetzt und sie selbst für tot erklärt, die Assimilierung und Rückkehr des Faschismus als drohende Gefahr vor Augen gestellt. Logische Folge dieser angeblichen „Volk-in-Not“-Situation - die Selbstbestimmung als einziger Ausweg. Dass sich für die Broschüre Vertreter der politisch-patriotischen Opposition verantwortlich zeigen, ist nicht weiter verwunderlich. Erstaunlich aber ist allemal, dass neben älteren Vertretern der Südtiroler Volkspartei auch Bozens SVP-Vizebürgermeister Ellecosta für dieses Pamphlet als Mitherausgeber firmiert. Die Mehrheitspartei ist dringend aufgefordert, hier Klarheit zu schaffen und über ihren politischen Kurs keinen Zweifel aufkommen zu lassen. Es geht nicht an, dass der Parteiobmann in Bozen die italienische Sprachgruppe umwirbt, während der maßgebliche SVP-Vertreter vor Ort, der Autonomie einen Totenschein ausstellt.
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